auftrieb juk

„Graffiti / Stencil Workshop“

Design / Grafik / Kommunikation

 Berufsschule: LBS Neunkirchen
3.Lehrgang 2013/14
Teilnehmende Lehrlinge: 7 (Unterricht)
Projekttage: 25.Februar, 12. und  19.März 2014
KulturvermittlerInnen: Mag. DI Markus Grabenwöger & Sebastian Schager

Projektbeschreibung:

Im Zuge des Workshops gab es für die SchülerInnen einige Hürden zu bewältigen. Die Schüler wurden angeregt sich mit Ihrer aktuellen Lebenswelt auseinanderzusetzen und davon zu berichten. Davon ausgehend wurden Bildideen entwickelt. Es wurde Bildmaterial in Form von spontan erstellten Fotos, Handskizzen und Bildern aus dem Internet gesammelt. Diese einzelnen Motive mussten ins gewünschte Format kopiert werden, zu einer Collage zusammengestellt und entsprechend den Regeln von „Stencils“ (Sprühschablonen benötigen „Brücken“ damit sie nicht in Einzelteile zerfallen) ausgeschnitten werden. Die Schüler erwerben die Fähigkeit Bildideen in Form von Collagen umzusetzen, daraus eine Schablone zu erstellen, wie man diese schneidet, lernen den Umgang mit Spraydosen kennen und erfahren nebenbei einiges über Komposition, Harmonielehre, Wahrnehmung, Bildträger, Farben und Pigmente.

Diese Herausforderungen wurde vom grössten Teil der Gruppe positiv und selbstbewusst angenommen. Es war deutlich zu spüren, dass die meisten Schüler sich schon oft unbekannten Herausforderungen gestellt und gelernt haben, dass angemesse Mühe auch den wohlverdienten Erfolg mit sich bringt.

Persönlichkeitsbildung: Reflexion der aktuellen Lebenswelt, Auseinandersetzung mit privater und beruflicher Zukunft, Steigerung des Selbstwertes durch das Arbeiten in Bereichen, die im Normalfall außerhalb der beruflichen Kompetenzen der Workshopteilnehmer liegt. Erweiterung des technischen und künstlerisch-kreativen Horizonts.

In Bezug auf die Kommunikationsstruktur: Hinsichtlich der Kommunikationsstruktur versuchen wir Ausgrenzungen abzubauen oder starre Cliquenbildungen die das Potential der Gruppe einschränken, aufzulockern. Die Schüler waren sichtlich selbstbewusster als die Schüler die wie in anderen Berufsschulen kennenlernen durften. Dies hat sicher damit zu tun, dass wir in diesem Fall Berufsschüler aus dem Fachbereich des Metalldesigns zu tun hatten und alle Schüler aufgrund ihrer Tätigkeit zur Selbstständigkeit erzogen werden und sich die Ergebnisse ihrer Tätigkeit in handfesten Produkten zeigen! Die Schüler kamen sich im Zuge des Workshops deutlich näher, da sich manche sehr arbeitsintensiven Herausforderungen stellten und es sich andere eher einfach machten. In Folge waren einige mit einzelnen Arbeitsschritten schon sehr früh fertig und unterstützen die Kollegen! Bei den beiden zurückhaltendsten Schülern konnten wir feststellen, dass sie sich im Zuge der Arbeit näherkamen – letztendlich wurde noch ein gemeinsames „Freundschaftsbild“ gefertigt!