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"Dialoge im Garten der Lüste“

Trickfilm / Regie / Drehbuch
kreAKTIV - Kultur in der Lehre NÖ - LBS Geras - 1.Lg 2016

Berufsschule: LBS Geras

1. Lehrgang 2016/17
Teilnehmende Lehrlinge:  8 (aktiv) 70 (passiv – ZuseherInnen der Filmpremière)  – Unterricht
Projekttage: 19. & 21.Oktober + 8. November 2016
Projektteam: Trick my Film – www.trickmyfilm.com
KulturvermittlerInnen:
Birte Brudermann (Projektleitung, künstl. und organisatorische Leitung – Regie)
Bartek Kubiak (filmische und technische Leitung)

Projektbeschreibung:

Für die „Dialoge im Garten der Lüste“ bat Trick-my-Film Lehrlinge der Gastronomie und – parallel dazu – in Österreich neuangekommene Jugendliche, sich mit dem Bild „Der Garten der Lüste“ zu befassen und es filmisch zu übersetzen. Das 500 Jahre alte Triptychon des niederländischen Malers Hieronymus Bosch bietet Unmengen an Impulsmaterial für diverse Assoziationen und Reaktionen: Wunschvorstellungen – Höllenvisionen. Mittelalter – Jetztzeit. Anstössiges, Abnormales, Verbotenes oder aufgedecktes inneres Begehren. Hintergedanke dieses Filmprojekts war, jungen Personen aus dem nichtakademischen Feld, die Möglichkeit zu geben, durch das Annähern und Verstehen komplexer (Bilder)welten, ihre eigene Intellektualität und Sprache zu verfeinern. 

Das Bild bietet nicht nur Personen aus dem kunsthistorischen Bereich eine Unzahl an Interpretationsmöglichkeiten, sondern auch Personen, die kunsthistorisch nicht geschult sind. Demnach fielen die Zugangsweisen und Interpretationen zu diesem Bild sehr vielfältig aus. Der erste Teil des Projekts bestand aus Gesprächen in Kleingruppen (mit jeweils zwei Personen), um Gedanken und Gefühle in Bezug auf das Bild zu äussern. Das Setting in den Kleingruppen ergab, dass es höchst unterschiedliche Gespräche gab: Gespräche über persönliche emotionale Erlebnisse, Gespräche über Beruf und Berufsleben, Gespräche über die weltpolitische Lage, Gespräche zu Religion und Geschichte, zu Menschenrechten, Tierrechten, Umweltschutz, über Träume, absurde Phantasien, Genuss und Überfluss sowie über die Frage „Was ist normal?“ Anschliessend wurden Szenen zu den in den Gesprächen aufgetauchten Themen passend zu Szenen aus dem Bild, (nach)gespielt und filmisch eingesetzt.